Weingut

Dürnkrut

Dürnkrut ist eine Marktgemeinde mit rund 2500 Einwohnern und liegt 55 Kilometer nordöstlich von Wien an der Grenze zur Slowakei. Dürnkrut ist ein geschichtlicher Ort. Eine Besiedlung ist in Dürnkrut seit 6000 Jahren nachweisbar. Im Jahre 1278 fand zwischen Dürnkrut und Jedenspeigen die Schickalsschlacht zwischen Rudolf von Habsburg und König Ottokar von Böhmen statt, die Österreich für 650 Jahre an das Haus Habsburg band. http://www.duernkrut.at

 

Dürnkruter Rieden

Der Weinbau hatte früher in Dürnkrut eine große Bedeutung. Es gab viele Weinbauern und sogar Weinhändler. Dürnkrut besitzt 44 Weinkeller sowie 9 Kellerschipfl. Heute gibt es nur noch 4 aktive Winzer in Dürnkrut.
Der vermutlich älteste Weinkeller ist der Schlosskeller. Mit einem Fassungsvermögen von 1000 Eimer Wein und seiner großen Eisgrube ist er einzigartig und imposant. Einige Weinkeller sind von Erdställen, den geheimnisvollen Gängen aus dem Mittelalter, durchzogen.

Dürnkrut ist durch ein besonders für den Weinbau geeignetes Kleinklima geprägt. Zum selben Erntezeitpunkt haben Trauben aus Dürnkruter Weinrieden in der Regel 2 Zuckergrade KMW mehr als Lesegut aus weiter im inneren des Weinviertels gelegenen Rieden.

Der Name Dürnkrut, abgeleitet aus dem mittelhochdeutschen Durrencrutte (1160) deutet schon darauf hin, dass in Dürnkrut schon seit Menschengedenken ein besonderes trocknes und warmes Kleinklima vorherrscht. Tatsächlich scheint in Dürnkrut die Sonne länger und es regnet weniger als in benachbarten Orten. Ein heißer Sommer und ein langer sonniger Herbst sind typisch für Dürnkrut.
Die Dürnkruter Weingärten liegen am östlichsten Hang des Weinviertels über der Marchebene und blicken auf die Kleinen Karparten in der Slowakei. Die Morgensonne legt sich früh in die Osthänge und bleibt dort bis zum späten Nachmittag stehen. Die fruchtbaren Hänge werden so langsam und lange erwärmt. Die weitläufigen Auwälder, zahlreiche Teiche und die March verursachen regelmäßig Frühnebel. Diese morgendlichen Marchnebel sind für die Reife der Trauben besonders vorteilhaft.
Die fruchtbaren Lößböden und sandigen Lehmböden geben die Voraussetzung für spritzig fruchtige, leichte Weißweinen aber auch extraktreiche Rotweine. Besondere Jahrgänge aber geben auch die Möglichkeit hohe Prädikate zu keltern und auszubauen.

 

Weingut

Die Familie Leidwein betreibt seit 1805 in Dürnkrut Landwirtschaft und Weinbau. Das Weingut Leidwein bewirtschaftet 0,42 Hektar Weinrieden und ist auf Grünen Veltliner spezialisiert. Seit 2008 wird auch Sauvignon Blanc gekeltert. Es werden jährlich nur rund 1000 Flaschen für Eigenverbrauch, Freunde und ausgewählte Kunden selbst gefüllt. Ein Teil des wertvollen Traubenmaterials wird an die regionale Winzergenossenschaft zur Herstellung von Sektgrundwein und Qualitätswein weiter verkauft.

Der Name „Leidwein“ hat weder etwas mit Wein oder Leid zu tun. Bis 1805 wurde der Name mit einem harten Konsonanten nämlich „Leithwein, Leitwein bzw. Leittwein“ geschrieben. Leitwein ist eine durch Entrundung entstandene Form des Namens Leutwein. Alle Schreibarten leiten sich schlussendlich sich vom althochdeutschen Vornamen „Luitwin“ ab: Bedeutung: “liut” = Volk, “wini” = Freund.

Ursprünglich dürften die Leidweins aus Baden-Würtenberg stammen und Anfang des 18 Jahrhunderts ins nach einem Kriegszug entvölkerte Marchland eingewandert sein. Andere Quellen – wie das Familienwappen – deuten aber auch nach Kärnten.
Erstmals ist die Familie Leidwein (Leitwein) um 1740 in Grub (Stillfried) an der March in Österreich nachweisbar. In Dürnkrut ist die Familie seit 1805 wohnhaft. Der erste in Dürnkrut wohnhafte Leidwein war Holzhändler und Landwirt.

 

Weinried

Unsere Reben gedeihen in den besten Rieden von Dürnkrut. Das ist der Garant für die hervorragenden Qualitäten.

Bauerngebirge (Sorten: Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc)

Diese ca. 0,4 ha große Riede liegt auf einem steilen Osthang über der Marchebene. Dieser Weingarten wurde 2006 neu auf einer traditionellen Dürnkruter Toplage angelegt. Die hohe Luftfeuchtigkeit durch die Frühnebel der Marchebene gefolgt
von der diese durchdringende Morgensonne bringen edle physiologisch reife Trauben hervor (ausgeprägte Abendsonne).

Bewirtschaftung & Verarbeitung:

Die Weinriede wird nach den Richtlinien des „Kontrollierten Integrierten Weinbaues” bewirtschaftet. Mengenregulierung erfolgt durch gezielten Rebschnitt und Traubenausdünnung, die Begrünung der Weingärten durch Grasmulch.
Die Trauben werden schonend ausgepresst. Durch Trennung des Seihmostes vom Pressmost und anschließendem Entschleimen gelangt nur hochwertiger Most zur Gärung in die Fässer.


© 2016 DI Mag DDr. Alois Leidwein // Weine - Weingut - Philosophie - Impressum // Hauptstrasse 21, 2263 Dürnkrut // Tel: 0699 11177748 // E-Mail: Kontakt